Dienstag, 29. März 2011

Dark Academy - Geheimer Pakt von Gabriella Poole

Dark Academy - Geheimer Pakt ist der erste Band einer bereits erschienen Triologie. Ob es weitere Bände geben wird, ist derzeit nicht bekannt. Das Buch erschien als broschierte Ausgabe am 14. Dezember 2010 im cbt Verlag und umfasst 284 Seiten. Dazu beinhaltet es eine Leseprobe vom zweiten Band. Für die Bereitstellung des Leseexemplars möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich beim cbt Verlag bedanken!
Das Cover des Buches ist dem cbt Verlag sehr gut gelungen. Im oberen Teil des Covers befinden sich zwei schimmernde blutrote Augen, ebenso schimmert die halbe Schrift des Titels bei Lichteinfall rot. Darunter befindet sich ein imposantes Gebäude, welches vermutlich die Dark Academy darstellen soll. Auch der Buchrücken gibt mit der rot schimmernden Schrift im Bücherregal ein schönes Bild ab . Alles in allem ist das Cover ein absoluter Eye-Catcher.

Cassandra Bell, auch Cassie genannt, kann es nicht fassen, dass ausgerechnet sie ein Stipendium für eine exklusive Eliteschule in Paris erhalten hat. Cassies bisheriges Leben war nicht einfach, sie lebte in einem Kinderheim, das von einer Tyrannin geführt wurde. Einzig allein Patrick, ihr Betreuer, stand ihr zur Seite und ermutigte sie eine Prüfung zu machen, die ihr das Stipendium ermöglichte. Mit dieser Chance wird ihr Leben von einer Sekunde zur Anderen komplett umgekrempelt. In Paris angekommen, fühlt Cassie sich wie ein Fremdkörper in der Schule. Sie muss feststellen, dass all ihre Mitschüler reich und sehr schön sind. Nur durch ihre sehr freundliche Zimmergenossin Isabella Caruso lebt sie sich sehr schnell ein. Durch Isabella erfährt Cassandra, dass die Dark Academy in jedem Trimester den Standort wechselt und niemand weiß, wo die Schule als Nächstes ihre Tore öffnen wird. Durch Isabella lernt sie Jake kennen, der ebenfalls ein Stipendium erhalten hat. Er erzählt ihr, dass seine Schwester in der Dark Academy unter bisher ungeklärten Umständen ums Leben gekommen ist. Jake glaubt an Mord! Schnell merkt Cassie, dass etwas mit der Schule nicht stimmt. Gleich in den ersten Tagen fällt ihr eine Gruppe auf, die aus Jungen und Mädchen besteht, alle sehr, sehr schön und alle sehr Reich. Sie nennen sich offiziell die Auserwählten, die als solche nach Lust und Laune dem Unterricht fern bleiben können wie es ihnen passt. Cassie will mehr über die Auserwählten erfahren und da kommt es ihr zu gute, dass sie sich mit Richard angefreundet hat, der den Auserwählten angehört. Sie versucht alles, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, begibt sich damit aber selbst in tödliche Gefahr...

Die meisten werden sicher durch die Kurzbeschreibung erahnen können worum es sich in diesem Buch dreht, aber es ist nicht alles wie es zu sein scheint. Die Autorin Gabriella Poole beherrscht es wirklich den Leser oftmals auf eine falsche Fährte zulocken, denn jedes Mal, wenn man glaubt zu wissen, was da vor sich geht, kommt es wieder ganz anders. Die erste Hälfte des Buches plätschert sehr gemächlich vor sich hin, man erfährt hauptsächlich etwas über das Leben von Cassie und lernt ihre Umgebung kennen. Trotzdem steht die Protagonistin in der ersten Hälfte des Buches vor immer mehr Geheimnissen, und genau das treibt den Leser an immer weiter zu lesen. Man will wissen, was dahinter steckt, was genau die Auserwählten sind und was es mit den ungeklärten Todesfällen auf sich hat. Ab dem 13 Kapitel kommt die Handlung dann aber richtig in Bewegung, ab da fängt die eigentliche Spannung an und hält sich wirklich bis zur letzten Seite. Obwohl das Buch auf dem ersten Blick recht vorhersehbar wirkt, glänzt die Geschichte aber von der ersten bis zur letzten Seite mit Unvorhersehbarkeiten.

Ich hatte das Buch recht schnell durch, da es sich zu einem tollen und spannenden Lesespaß entwickelte. Die Geschichte wird nicht aus der Ich-Form erzählt, sondern aus der Sicht eines Erzählers, der aber stets Cassie folgt, was natürlich das Sichtfeld des Lesers etwas erweitert, mich aber am Anfang des Buch etwas verwirrt hat, da ich oft nicht wusste wer zur Zeit spricht. Das hat sich aber schnell wieder gelegt, als ich richtig in die Geschichte abtauchen konnte. Alles in allen finde ich ist "Geheimer Pakt" ein toller Auftakt einer Fantasy-Reihe, bei der ich mich freue und es kaum erwarten kann Band 2 zu lesen.

Sonntag, 27. März 2011

Im Bann der Engel von Christiane Gref

Dieser Steampunkroman wurde mir freundlicher Weise vom Elysion-Books zur Verfügung gestellt. Auf hoch spannenden und sehr ausschweifenden 220 Seiten, ist seit 1. März 2011 ein Buch im Handel erhältlich, welches zum Einen schockt, zum Anderen fesselt.
Elena lebt und arbeitet in einer kleinen Stadt namens Cravesbury, welche sich in den letzten Jahren im Wandel befindet. Zum Einen werden Pferdekutschen gegen dampfbetriebene Fortbewegungsmittel ausgetauscht, zum Andern wurde die Elektrizität entdeckt, welches der Ansatz ihres Arbeitsgebietes ist. Elena arbeitet in der ansässigen Fabrik, welche der Witwe Madame Hazard gehört, doch nicht um irgendwelchen Strom zu produzieren, sondern um ihre okkulten Fähigkeiten zum Einsatz zu bringen. Elenas Hauptaufgabe besteht darin, aus Verbrechern, die die Welt eh als Ausgestoßene sieht, mechanische Engel zu fertigen. Doch ihr wird schnell bewusst, dass sie sich damit in große Gefahr begibt, denn Madame Hazard stellt sich nicht nur als lasziv heraus, sondern sie geht auch über Leichen, um das Sagen in der Stadt zu bekommen und ihre eigene Armee von Engeln zu besitzen. Allein der von ihr erschaffene Todesengel Amenatos steht Elena beim Kampf um die Stadt und das Leben der Menschen zur Seite. Ein großer Kampf entbrennt in den Straßen von Cravesbury, und Elena und Amenatos müssen einen Weg zueinander finden…

Zuerst war ich überrascht, als ich den Roman begann, denn eigentlich deuten die Designer des Covers ein wenig darauf hin, was einen erwartet. Zum Cover gibt es nur so viel zu sagen: Sehr viele Maschinenteile, versteckte Engelsflügel und eine sehr attraktive und entblößte Frau zieren das Cover dieses zwar sehr dünnen, doch voller Erotik steckenden und mich rot-werden-lassenden Buches.

Wer bei dieser Coverbeschreibung an Blümchen-Sex denkt, der ist weit gefehlt, denn in diesem Buch werden nicht nur Orgien gefeiert, sondern diese werden auch von der Autorin bis ins kleinste Detail erklärt. Wer also an Kopfkino-Porno mit ausschweifenden Erklärungen eines Liebesaktes keine Lust hat, der sollte einen großen Bogen um das Buch machen, ansonsten verschlingt einen die Erzählung bis zum Schluss.

Dass die Chefin von Elena, Madame Hazard, nicht gerade die netteste Person in der Stadt ist, wird einem schon auf den ersten Seiten klar, aber welches durchtriebene Wesen hinter dieser Person steckt, kommt immer mehr und mehr ans Licht. Diese Frau geht nicht nur über Leichen, nein, ihr scheint es auch eine Freude zu sein, anderen Leuten Qualen zuzufügen, und auch sie erleidet gern „Qualen“, im Sado-Maso-typischen Sinne. Auch übertritt diese angebliche Dame die Grenze der Ethologie und macht sich nicht gerade Freunde, weder in der Stadt, noch beim Leser.

Aber was mir sehr Kopfschütteln bereitete, war die Tatsache, dass erst nach ein paar Monaten, in denen Elena in diesem Job arbeitet und sogenannte „Todesengel“ erschafft, sie doch sehr naiv an die gesamte Tätigkeit herangegangen ist und sich nie Gedanken über mögliche Konsequenzen gemacht hat.

Alles in Allem ist die Geschichte sehr gut bearbeitet von Christiane Genf, und auch die Liebeszenen sind zwar sehr detailreich erklärt, gehen aber aus meiner Sicht nie in eine allzu obszöne Richtung.

Zum Schluss meiner Rezension möchte ich die Steampunk-Richtung noch ein wenig erläutern, um somit denjenigen, die dieses Buch lesen möchten, ein wenig Material über diese Welt mitzugeben. Steampunk hat mit nichts anderem zu tun, als mit Mechanik und vor Allem Dampfmaschinen. Meistens werden Sciencefiction-Welten in diesem Style aufgebaut und somit Alternativwelten erfunden. Am Besten ist diese Welt in dem Buch „Der Goldene Kompass“ von Philip Pullman dargestellt.

Freitag, 25. März 2011

Sterbenskalt von Tana French

Das Buch "Sterbenskalt" ist am 14. Dezember 2010 im Scherz Verlag erschienen. Der Thriller beinhaltet ganze 608 spannende Seiten. Tana French hat es auch in ihrem dritten Roman geschafft, ihre Leser zu fesseln. Wobei der Thrill keineswegs durch blutige Details entsteht, sondern durch wirklich einzigartige Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele.
Ungeliebte Wurzeln - Ich hatte bisher „Grabesgrün“ von der Autorin gelesen und war mir ehrlich gesagt nie ganz schlüssig, ob noch Weiteres folgen sollte. Aber alleine die Kurzbeschreibung hat mich sehr angesprochen, sodass ich ihr und dem Buch doch eine Chance gegeben habe. Um so mehr freut es mich, dass es sich wirklich gelohnt hat!

Frank Mackey, der seit über 20 Jahren den Kontakt sowohl zu seiner Familie, als auch zu seiner ursprünglichen Heimat, abgebrochen hat, wird von seiner Schwester, mit der wohl doch ein loser Kontakt vorhanden war, telefonisch elektrisiert. Vor 22 Jahren, eine Nacht, in der er mit seiner Jugendliebe Rosie ein völlig neues Leben in England beginnen wollte, und sie kam nicht zum verabredeten Zeitpunkt. Er fand einen Brief, von dem er annahm, dass er Rosies Abschied an ihn bedeutete, und entschloss sich, trotzdem Irland den Rücken zu kehren und in England – egal wie – neu anzufangen. Seine Schwester deutet an, dass Rosies Koffer in einem alten Abrisshaus gefunden wurde, und Frank kann sich nicht dagegen wehren, er muss in sein altes Leben zurück. Er hat all die Jahre gehofft, dass Rosie irgendwann doch zu ihm findet. Doch nun scheint alles anders.

Zu der zerstörten Hoffnung, als Rosies Leiche gefunden wird, kommt noch der Konflikt mit dem dörflichen, in Franks Augen armseligen, Leben, dem Leben seiner Familie, der Alkoholproblematik, den Vermutungen, dass jemand Rosie etwas angetan hat, damit sie bleibt, dass dieser Jemand aus seiner eigenen Familie stammt. Grausam, als Leser mitzuerleben, wie Frank darunter leidet. Erst recht, als auch sein jüngerer Bruder, der von der örtlichen Polizei – und somit einem Weggefährten und Konkurrenten Franks – als Hauptverdächtiger gehandelt wurde, unter fragwürdigen Umständen stirbt, kann Frank nicht anders, als die Aufklärung in seine Hände zu nehmen.

Nebenher erfährt man auch von Franks Exfrau und seiner Tochter und den Schwierigkeiten, die sich für ihn und sie aus seinem Job als Undercoverermittler ergeben. Und aufgrund der Tatsache, dass Frank vor seiner Herkunftsfamilie seine Frau und Tochter verschwiegen hat. Nichts ahnend, dass seine Schwester den Kontakt schon lange hergestellt hat…

Neben der ganzen Tragik, die für mich den Thrill dieses Buches ausmacht, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass der Sarkasmus Frank Mackeys mir ausgesprochen gut gefallen hat, seine ganze Figur! Vielleicht wird ja hieraus ein Serienermittler, mich würde nämlich schon interessieren, wie sein Lebensweg weiter aussieht, wie er sich entwickelt, bzw. das Verhältnis zu seiner Familie.

Ich will nicht behaupten, dass es sich bei „Sterbenskalt“ um einen reißerischen Krimi handelt. Eher bietet es neben leisen kriminalistischen Elementen – die aber nichtsdestotrotz auf ihre Weise sehr wohl ihr Ziel finden! – auch eine sehr scharfe Kritik an den Zuständen in der Gesellschaft Irlands. Die Arbeitslosigkeit, Trostlosigkeit, sich daraus ergebende Straffälligkeit, häusliche Gewalt, alles das prangert meiner Meinung nach Tana French eindrucksvoll an. Viele Elemente des Buches sind garantiert nicht einfach ihrer Fantasie entsprungen, sondern finden sich in vielen Familiengeschichten Irlands wieder. Allein unter dem Gesichtspunkt ist es ein wahrhaft guter Krimi, der unter die Haut geht.

Vielen lieben Dank an unsere Gast-Rezensentin NiliBine70. 

Mittwoch, 23. März 2011

Der Augenschneider von Valentina Berger

"Der Augenschneider" von Valentina Berger erschien im August 2010 im Piper Verlag und begeistert den Leser mit 288 spannenden Seiten. Ein Augenfetischist wütet in der Modelszene. Zuerst möchte ich gerne loswerden: Bitte nicht vom Cover auf einen Abklatsch anderer Bücher schließen, dem ist nicht mal ansatzweise so! 
Und auch der Umfang sagt nichts über dieses Buch aus. Direkt zu Beginn wird man mit den Taten des „Augenschneiders“ brutal konfrontiert, man kann eigentlich gar nicht richtig Luft holen. Aber man will als Leser auch zwingend weiter lesen, man will wissen was hinter allem steckt. Interessant fand ich, dass der Täter und zumindest ein Teil seiner Intention direkt bekannt gegeben werden. Der Name, seine Vorgehensweise, alles wird einem schonungslos vorgesetzt. Und macht einen sprachlos…

Er schneidet ihnen bei lebendigem Leib die Augen heraus: jungen, schönen Frauen. Denn er braucht ihr Augenlicht… Heinz Martin, Gerichtsmediziner in Wien, ist einem Serienkiller auf der Spur. Zwei Frauen hat dieser schon gefoltert und grausam verstümmelt. Beide Opfer waren attraktiv, schlank und hoch gewachsen. Dann verschwindet auch Martins bildschöne Schwester spurlos, und kurz darauf schickt ihm der Killer eine Nachricht, die keinen Zweifel daran lässt, was er mit ihr vorhat…

Das Ermittlerteam wird dann sehr menschlich dargestellt, mit Fehlern, die aus ihnen Gott sei Dank keine strahlenden Helden machen, sondern eher Menschen, wie sie uns tagtäglich begegnen. Heinz Martin, der Gerichtsmediziner, wird persönlich in die Fälle der Models, die verschwinden und mit herausgeschnittenen Augen und furchtbar malträtiert aufgefunden werden, verstrickt, als seine Halbschwester, Emilia, ebenfalls Model und mit mindestens einem der Opfer näher bekannt, verschwindet. Sein Freund und Kommissar Helmut Wagner, der eigentlich Wien den Rücken gekehrt hat und nun in Innsbruck bei seiner Lebensgefährtin Sonja lebt, ist für ihn der rettende Anker. Er soll ihm helfen, da er es dem nun an Wagners Platz im Polizeiapparat gerückten Moser, absolut nicht zutraut, seine Schwester lebendig aus den Klauen des wahrhaft psychopathischen Täters zu befreien. Die Dritte im Bunde ist die Spurenermittlerin Laura Campelli, heißblütig, mit italienischen Wurzeln und zudem Ex-Geliebte von Helmut Wagner…

Diese Konstellation birgt ziemlich viel Sprengstoff, zwischenmenschlich betrachtet. Die Verwicklungen machen die Lösung des Falls und das zeitige Finden von Emilia nicht gerade einfacher.

Mir persönlich hat aber gerade das sehr gut gefallen. Auch die Tatsache, dass Wagner – wie jeder andere von uns auch – keiner Autopsie beiwohnen kann, ohne dass ihm schlecht wird, fand ich einfach nur gut. So fühlt man sich den Protagonisten gleich näher, kann Stimmungen als Leser besser aufnehmen. Alles in Allem würde ich die Geschichte als guten Thriller bezeichnen, mit einem rasanten Showdown. Sehr schön auch zu wissen, dass es weitergeht mit dem Dreigestirn Martin, Wagner und Campelli!

Vielen lieben Dank an unsere Gast-Rezensentin NiliBine70.

Montag, 21. März 2011

Ein Sommer der Leidenschaft von Tracie Peterson

Dieses ist der erste Teil, welcher bereits schon seit September 2010 erschienen ist, einer geplanten Trilogie aus Tracie Petersons Reihe „Alaska: Land der Sehnsucht“. Der Brunnen-Verlag, der dieses und drei weitere Bücher der Autorin veröffentlicht hat, stellt mir dieses Rezensionsexemplar freundlicher Weise zur Verfügung, wofür ich mich recht herzlich bedanken möchte.

Mit diesem ersten Teil ebnet Tracie Peterson den Weg für eine spannende Reihe, voller Sehnsucht, Hoffnung und die Liebe nach dem Göttlichen. Auf wunderbaren 384 Seiten steht nicht nur die Vergangenheit im Vordergrund, sondern auch ein ganz bedeutend geschichtlicher Hintergrund wird den Leser durch den Roman leiten.

Leah Barringer kann ihre Vergangenheit nicht loslassen, denn vor zehn Jahren hatte sie der Liebe ihres Lebens erzählt, welche Gefühle sie für ihn empfindet. Dieser Jemand war kein geringerer als Jayce, eben jener Jayce der nach zehn Jahren in dem kleinen Dorf „Last Chance Creek“ irgendwo im Nirgendwo von Alaska plötzlich vor ihr steht. Doch genau die Zurückweisung, welche er ihr erteilt hatte, hat bei ihr eine Narbe im Herzen hinterlassen, welche noch nicht einmal ihre innige Liebe zu Gott heilen konnte. Leah lebt abgeschieden in diesem kleinen Dorf, direkt am Beringmeer, weit oben in Alaska, zusammen mit ihren Bruder Jacob. Dieser trainiert in dem rauen Klima Hunde für die Arbeit am Schlitten, und Leah hat einen kleinen Laden für die Einwohner des Dorfes, wo diese Lebensmittel und andere Waren erstehen und eintauschen können. Jayces Auftauchen lässt Leah in ein Gefühlschaos eintauchen, in dem sie nicht weiß, ob sie ihn lieben oder hassen soll, und wie sie mit der Situation umgehen soll.

Jayce will Jacob auf einer Expedition zur Erforschung der Antarktis mitnehmen, was Leah überhaupt nicht gern hört, denn die Gegend ist extrem gefährlich. Als Jayce einen Unfall mit den Hunden erleidet und fast stirbt, beginnt Leah ihre Gefühle für ihn zu ordnen. Doch als plötzlich die sehr gutaussehende Helaina in Alaska auftaucht, weiß Leah nicht was sie machen soll und ob es sich zu kämpfen lohnt. Allein ihr Bruder Jacob traut Helaina nicht über den Weg und versucht in Erfahrung zu bringen, welches Ziel diese Frau verfolgt und was das alles mit Jayce zu tun hat.

Ich habe nun schon ein paar Werke von Tracie Peterson lesen dürfen und jedes Mal ist es eine Freude.
Sie schreibt so frisch und nicht langweilig, sehr flüssig und immer passiert irgendetwas, so dass man gezwungen ist weiter zu lesen. Auch den Glauben, den ja auch die Autorin selbst vertritt, bringt sie immer in die Erzählung mit ein, welches dann aber in keinster Weise als störend empfunden wird. Da das Leben von Leah am Anfang des 20. Jahrhundert spielt, ist es nur normal damit konfrontiert zu werden. Die Vergangenheit und Geschichte Alaskas werden toll in die Erzählungen und Handlungen mit eingebracht und bringt dem Leser so eine ganz neue geschichtliche Darstellung nahe, welche man so selten vor findet.

Auch das Leben in dem rauen Klima Alaskas und die Entwicklung zu der Zeit sind gut mit der Handlung verknüpft, so dass man nicht nur eine spannende Geschichte entdeckt, sondern auch noch lernt, was es heißt in Alaska zu überleben. Und, da das Ende offen ist, und auch schon auf der Verlagsseite angekündigt wurde, dass es eine Trilogie geben wird, bin ich jetzt schon sehr gespannt wie Leahs Geschichte weiter geht.

Freitag, 18. März 2011

House of Night: Gejagt von P.C. und Kirsten Cast

Dieser nunmehr 5. Band ist am 11. Februar 2011 im Fischer Verlag erschienen. Auf 546 Seiten wird der Leser in die mystische Welt von Zoey und ihren Freunden entführt. Das Cover ist im typischen Style dieser Buchreihe mit einem Mädchen und deren Tattoos verziert. Irgendwie finde ich es sehr passend zu diesem Teil. Was auch sehr schön rüberkommt, ist das Poster im Innenteil des Buchcovers.
Zoey ist wieder mit ihren Freunden vereint, und Stevie Rae und ihre roten Jungvampyre sind nicht länger Neferets Geheimnis. Aber eine ungeahnte Gefahr bedroht die neue Ruhe.

Zoey und ihre „Streberclique“ hat sich in Tunneln verschanzt, in denen Stevie Rae und die anderen roten Vampyrkids leben. Dank Aphrodites Goldcard ist aus den ehemals ekligen, versifften Tunneln ein Heim geworden, in dem jeder der roten Jungvampyre sein Zimmer hat. Auch für die Strom- und Wasserversorgung haben sie eine Lösung gefunden. Stevie Rae, die von Stark angeschossen wurde, wird von Darius, einm Sohn des Eberos, verarztet und kommt mit Aphrodites Hilfe als Blutspender wieder auf die Beine. Dabei passiert etwas, das Aphrodite so gar nicht in den Kram passt. Während der Nacht erscheint Kalona Zoey im Traum. Er nennt sie seine A-ya. Er ist fest überzeugt, dass Zoey das Mädchen ist, welches für ihn vor Jahrhunderten erschaffen wurde, um ihn in der Erde gefangen zu halten. Sie ist dafür bestimmt ihn zu lieben, doch Zoey weigert sich dies zu akzeptieren. Als sie aufwacht, geht sie in den Tunneln spazieren und trifft auf Erik, mit dem sie sich wieder ausgesöhnt hat, und um es Zoey-typisch perfekt zu machen, erscheint Heath auf der Bildfläche, um zu schauen wie es Zoey geht. Bei einem Gespräch unter vier Augen außerhalb der Tunnel, wird Zoey, beim Versuch Heath zu schützen, schwer verletzt. Darius versorgt auch sie so gut es geht, und Heath hilft ihr durch sein Blut am Leben zu bleiben. Trotzdem ist es notwendig, dass Zoey für die Genesung ins House of Night zurückkehrt, da sie in der Nähe von erwachsenen Vampiren sein muss, um nicht zu sterben. Bei Ihrer Ankunft müssen die Freunde allerdings feststellen, dass nichts mehr so ist wie es war. Kalon, Neferets neuer Liebhaber, sieht umwerfend aus und hat das gesamte House of Night in seinen Bann gezogen. Und niemand scheint es zu bemerken, welche Bedrohung von ihm ausgeht. Alle laufen wie ferngesteuert durch die Gegend, alle lernen fleißig und es gibt kein Gezanke, dafür aber jede Menge Rabenspötter.

Auch dieser Band ist spannend geschrieben. Einmal an den eigenwilligen Schreibstil gewöhnt, liest sich diese Buchreihe recht flüssig. Die Charaktere wirken in diesem Band trotz oder gerade wegen der Probleme reifer als in den vorherigen Teilen. Vor allem die „Zwillinge“ wirken vernünftiger. Im Mittelpunkt steht jedoch wie immer Zoey, die in meinen Augen mit ihren 17 Jahren völlig mit der Situation überfordert ist. Sie versucht Allem und Jedem Gerecht zu werden und schlittert dabei von einer Katastrophe in die nächste. Gerade ihr Liebesleben ist einfach nur zum Kopfschütteln. Kann die Frau sich nicht mal entscheiden?

Vier Männer an einem Tag küssen und sich zu jeden von ihnen hingezogen fühlen ist einfach zuviel, selbst für meine Fantasie. Irgendwie sinkt meine Sympathie für Zoey immer mehr in Richtung Keller, und auch Eric kommt in diesem Teil als Idiot rüber. Dafür wird mir Aphrodite mit ihrem Sarkasmus und ihren meist doch recht zutreffenden Sprüchen immer sympathischer. Vielleicht färbt aber auch meine Sympathie für Darius auch auf sie ab.

Was ich auch gut finde ist, dass die roten Jungvampyre in diesem Teil vorgestellt werden. Aus Stevie Raes Kids werden Personen mit Fähigkeiten. Kramisha, die bisher noch in keinem Teil erwähnt wurde, hat von Nyx die Gabe erhalten, Gedichte zu schreiben. Diese Gedichte enthalten Informationen wie man Kalona beikommen kann. Das Einzige, was mich an diesem Mädchen stört, sind ihre Grammatikfehler beim sprechen. Beim lesen stört mich persönlich das gewaltig. Trotzdem ist es jedoch in meinen Augen der beste Band dieser Reihe.

Mein Dank geht an die Rezensistin Peggy.