Donnerstag, 17. Juli 2014

Zersplittert von Teri Terry


Mit „Zersplittert“ hat Teri Terry im Januar 2014 den zweiten Teil ihrer dystopischen Trilogie herausgebracht. Auf 432 Seiten begleiten wir Kyla nun wieder auf der Suche nach sich selbst. Ich danke dem Coppenrath Verlag herzlichst für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.
Kyla ist verzweifelt. Ihr Freund Ben wurde von den Lordern verschleppt, nachdem er versucht hat sich sein Levo abzuschneiden. Und dann sind da noch ihre Erinnerungen, die nach und nach zurückkommen, was aber eigentlich nicht passieren darf. Sie weiß sich einfach keinen Reim darauf zu machen. Als sie dann bemerkt, dass mit ihrem Biologie-Lehrer Mr. Hatten alias Nico jemand aus ihrer Vergangenheit in ihrem Leben aufgetaucht ist, sieht sie ihre Chance gekommen, denn er hat sicher ein paar Antworten auf ihre vielen Fragen. Also lässt sie sich auf eine Zusammenarbeit mit ihm ein. Doch auch die Lorder wollen Kyla als Spionin benutzen und so hinter die Vorhaben der „Free UK“ kommen. Unter Druck gesetzt, lässt das Mädchen sich zum Schein darauf ein...

„Zersplittert“ hat mich wieder zwei Tage lange beinahe an mein Sofa gefesselt. Wie den Vorgänger „Gelöscht“ habe ich auch dieses Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, mochte es kaum aus der Hand legen. Die Handlung knüpft nahtlos an und man ist direkt wieder mit Kyla im Wald wo sie Schreckliches erlebt und dadurch einen Teil ihrer Erinnerungen zurück erlangt. Die Kapitel sind weiterhin angenehm kurz gehalten. Teri Terrys Schreibstil hat mir wieder gut gefallen, er lässt sich prima lesen und die Seiten fliegen nur so dahin.


In diesem Band macht Kyla, meiner Meinung nach, eine große Wandlung durch, bedingt durch die Erinnerungsfetzen, die sich immer wieder bei ihr einschleichen. Sie lernt langsam ihr früheres Ich Rain kennen, spürt jedoch, dass dort noch jemand in ihr verborgen ist: Lucy, das Mädchen, das sie vor Rain gewesen ist und das durch das Slating eigentlich vollkommen verschwunden sein sollte. Sie ist hin- und hergerissen, weiß nicht wem sie trauen darf und wem lieber nicht. Anfangs ist sie noch glücklich darüber, Menschen aus ihrer Vergangenheit gefunden zu haben, doch schon bald ist sie unsicher, ob sie wirklich zu ihnen gehören möchte – oder kann. Denn die Methoden ihrer ehemaligen Kameraden jagen ihr das ein oder andere Mal einen Schrecken ein und sie beginnt sich zu fragen: Ist ihr altes Ich Rain wirklich die, die sie zu sein schien?
Auch im zweiten Band haben mir die Nebencharaktere wieder gut gefallen. Kylas Mum, die sich große Sorgen um ihre Tochter macht, schließe ich immer mehr ins Herz. Zu Kylas Schwester Amy kann ich leider keinen guten Zugang finden. Sie ist mir immer eine Spur zu aufgedreht, zu fröhlich. Cam, den netten Jungen von nebenan, fand ich anfangs sehr liebenswert, im Laufe des Buches wurde er mir jedoch zu aufdringlich. Positiv überrascht hat mich, dass Dr. Lysander mir immer sympathischer wird, auch wenn man noch immer nicht sagen kann auf wessen Seite sie eigentlich steht. Ich bin sehr gespannt wie es sich mit ihr im Laufe der Geschichte noch weiterentwickelt.

Das Cover ist passend zum ersten Teil gestaltet. Erneut zeigt es Kylas Gesicht, diesmal wirkt es jedoch deutlich erwachsener und entschlossener. Statt von grauer Farbe ist es diesmal von leuchtendem Rot umrahmt. Es gefällt mir äußerst gut.

Mit „Zersplittert“ hat Teri Terry eine spannende Fortsetzung ihrer Trilogie auf den Markt gebracht. Mit viel Aktion, neuen Wirrungen und einem kleinen Cliffhanger schafft sie es, mich mit Spannung auf den dritten und letzten Band dieser Reihe warten zu lassen.
 

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