Dienstag, 5. August 2014

Wie Monde so silbern von Marissa Meyer


Schon eine ganze Weile bin ich um „Wie Monde so silbern“ von Marissa Meyer herumgeschlichen. Vor kurzem habe ich mich dann entschieden, es mir endlich zu holen. Der erste Band der „Luna Chroniken“ ist am 20.12.13 beim Carlsen-Verlag erschienen und umfasst 416 Seiten.
Cinder ist ein Cyborg und arbeitet als Mechanikerin um den Unterhalt für ihre Stiefmutter und deren zwei Töchter zu verdienen. Eines Tages steht plötzlich Prinz Kai vor ihr – getarnt mit unauffälliger Kleidung – und bittet um die Reparatur eines uralten Lehr-Droiden, der ihm sehr am Herzen liegt. Sie nimmt den Auftrag an. Kurz darauf wird ihre Welt vollkommen aus den Fugen gerissen, denn die blaue Pest taucht in der Stadt auf und auch eine von Cinders Stiefschwestern wird befallen. Gleichzeitig bereitet sich die ganze Stadt auf den bevorstehenden Ball vor. Es war auch Cinders Traum, diesen zumindest einmal zu besuchen, doch ihre Stiefmutter versucht alles, um sie daran zu hindern. Da Cyborgs als Testpersonen benutzt werden um ein Gegenmittel zu finden, meldet Adri, Cinders Stiefmutter, sie dort an und lässt sie abholen. Wird Cinder es schaffen zu entkommen? Sieht sie den Prinzen je wieder? Und was bedeutet es, dass Königin Levana, die Herrscherin des Mondes, plötzlich ihren Besuch ankündigt, obwohl sich seit Jahrhunderten kein Lunarier auf die Erde gewagt hat?

Ich war anfangs äußerst skeptisch. Eine Märchen-Adaption mit großen Science-Fiction-Einflüssen und einer nicht ganz menschlichen Protagonistin, angesiedelt im asiatischen Raum – kann das wirklich überzeugen? Nun, es kann! Zu Beginn hatte ich ein paar kleinere Schwierigkeiten mich in die Geschichte reinzulesen, doch diese behoben sich sehr schnell. Marissa Meyers Schreibstil ist leicht und flüssig und lässt sich toll lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Cinder und Prinz Kai erzählt. So bekommt man alles hautnah mit. Genauso konnte ich mir die Protagonisten und die Umgebung wunderbar vorstellen.

Cinder habe ich, obwohl sie ein Cyborg ist und ich meist mit solchen Figuren eher meine Probleme habe, sofort ins Herz geschlossen. Sie ist eigentlich ein toughes, kluges Mädchen, einzig die Sticheleien ihrer Stiefmutter und ihr „Handicap“ kratzen des Öfteren an ihrem Selbstbewusstsein.
Auch Prinz Kai war mir von Beginn an total sympathisch. Er ist nicht dieser typische harte, dominante männliche Protagonist, sondern ein charmanter, manchmal auch unsicherer, junger Mann, der sich nur früh mit sehr großer Verantwortung auseinander setzen muss. Man merkt wie er im Laufe des Buches immer erwachsener wird und für seine Meinung auch einsteht, selbst wenn er Entscheidungen treffen muss, die ihm persönlich nicht so gefallen, aber für sein Volk das Beste zu sein scheinen. Ich habe es sehr genossen, über die Zusammentreffen der beiden zu lesen. Sie harmonieren einfach toll miteinander und es amüsiert einen köstlich wie sie sich gegenseitig auch mal sarkastische Bemerkungen an den Kopf werfen.
Die Nebencharaktere sind ebenfalls prima dargestellt. Adri ist ganz die böse Stiefmutter – ich habe sie aus tiefstem Herzen gehasst. Besonders an Herz gewachsen sind mir noch Cinders Stiefschwester Peony und die Androidin Iko, die sich manchmal mehr für einen Menschen als eine Maschine hält.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Es ist komplett in schwarz gehalten und vollkommen mit kleinen, silbernen Schuhen überzogen – sehr passend zur Cinderella-Adaption, wie ich finde. Auch die Schrift ist silber.
Der Roman ist in vier große Teile gesplittet (Buch 1, Buch 2... etc.) und jeder Teil wird durch ein Zitat aus dem Original-Märchen "Aschenputtel" eingeleitet. Das finde ich eine sehr tolle Idee!

„Wie Monde so silbern“ ist eine Neuerzählung des Cinderella-Märchens wie ich sie so noch nicht gelesen habe. Mit den vielen Science-Fiction-Einflüssen ist es vielleicht nicht für Jedermann geeignet. Wen das jedoch nicht stört, der wird mit diesem Buch sicher bestens unterhalten. Ich für meinen Teil hole mir schnellstens Teil 2!

Kommentare:

  1. wie schön, dass es dir gefallen hat :) Ich bin auch schon ganz gespannt auf Band zwei, aber mein selbstauferlegtes Buchkaufverbot hindert mich leider noch dran es zu lesen :(
    Liebe Grüße
    Lisa

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