Montag, 10. Dezember 2012

Flames 'n Roses - Lebe lieber übersinnlich von Kiersten White


Mit „Flames 'n Roses“ entführt uns Kiersten White auf 380 Seiten in die Welt der Paranormalen. Erschienen ist das Erstlingswerk der Autorin bereits im Juni 2011 beim Loewe-Verlag. Es war das hübsch gestaltete Cover, das mich vor einiger Zeit auf das Buch aufmerksam machte. Die pinkfarbene Silhouette vor dem silbernen Hintergrund passt wirklich sehr gut, denn die Lieblingsfarbe der Protagonistin ist Pink.
Evie ist ein ganz normaler, 16-jähirger Teenager. Moment, normal? Nein, weit gefehlt. Mit einem Feen-Exfreund und einer Meerjungfrau als bester Freundin kann mal wohl kaum von einem normalen Teenager sprechen. Noch dazu ist Evie der einzige Mensch auf Erden, der unter die Cover (menschliche Abbilder, unter denen Paranormale wie Werwölfe, Vampire etc. ihr wahres Ich verstecken) sehen kann. Aus diesem Grunde arbeitet sie auch für die IBKP, die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler. Bewaffnet mit ihrem rosa (!) Teaser, liebevoll ‚Tasey’ genannt, macht sie sich auf die Jagd nach Paranormalen und markiert sie, so dass die IBKP sie registrieren kann.

Ihr Leben verläuft in sehr geregelten, sehr überwachten Bahnen, bis plötzlich ein fremdes Wesen beginnt, Paranormale umzubringen und Lend, ein junger Gestaltwandler, in die Zentrale einbricht, alles auf den Kopf stellt und ihr den ihren gehörig verdreht. Evie muss entdecken, dass sie nicht im Mindesten so normal ist, wie sie immer gedacht hat. Das eine oder andere Geheimnis bringt ihre Welt ziemlich ins Wanken und sie beginnt sich zu fragen, wer oder was sie eigentlich wirklich ist.


Mir war Evie von Anfang an mehr als sympathisch – auch wenn ich ihre Vorliebe für rosa nicht wirklich nachvollziehen kann. Dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, macht es einem noch einfacher, einzutauchen und sich beinahe mittendrin zu fühlen. Und man bekommt fast schon hautnah Evies Wechselbad der Gefühle mit, das sie im Laufe des Buches durchlebt. Auch die anderen Charaktere finde ich sehr schön ausgearbeitet. Einige von ihnen habe ich ebenfalls ins Herz geschlossen – besonders Lend. Andere hätte ich mehr als einmal am Liebsten ordentlich durchgeschüttelt. Besonders wenn es darum ging, allmählich die Geheimnisse aufzuklären und wieder einmal in Rätseln gesprochen wurde. Aber genau das hat am Ende dazu geführt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Es ist wirklich erfrischend, auch mal ein Buch zu lesen, in dem es nicht hauptsächlich um eine Spezies geht. Kiersten White hat so ziemlich jedem Fabelwesen, von dem man gehört hat, in ihrem Buch ein zu Hause gegeben – sei es in tragender Rolle, oder nur als Nebenfigur. Der Schreibstil ist locker und leicht, die Geschichte schön spannend. Und ich kann nur sagen: ich werde mir definitiv Teil II holen. Ich finde, „Flames 'n' Roses“ hat sich 5 Schmetterlinge verdient.

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