Freitag, 24. Juni 2011

Holundermond von Jutta Wilke

In diesem Jahr hat eine neue Autorin namens Jutta Wilke ein tolles Jugendbuch heraus gebracht, und zusammen mit dem Coppenrath-Verlag hat sich so ein Traum erfüllt. Auf spannenden 315 Seiten geht der Leser mit den Protagonisten Nele und Flavio auf eine teilweise gruslige Suche in einem alten Kloster, um dessen Geheimnis zu lüften.
Nele ist am Boden zerstört, denn ihr Vater ist gerade dabei, seine letzen Sachen aus dem gemeinsamen Haus zu holen. Ihre Mutter Lilie hat sich vor einer Weile von ihrem Vater getrennt, da sein Job ihrer Ehe wohl im Weg stand. Jedenfalls haben ihre Eltern es damit begründet. Doch Nele weiß nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll, sie beschließt zu allererst ihre Eltern nur noch bei ihrem Vornamen zu nennen, allein schon aus bloßem Protest ihrer Entscheidung gegenüber.

In zwei Wochen soll sie ihren Vater bereits in seiner neuen Wohnung besuchen, doch so richtig Lust hat sie dafür nicht. Als ihr Vater Jan dann am gleichen Abend auch noch bei ihnen anruft und sich mit Lilie, ihrer Mutter, wieder zu streiten beginnt, rennt Nele in den Garten zu ihrem alten Spielhaus und versteckt sich vor der Außenwelt. Gefühlte Stunden später hört sie die Stimme ihres Vaters vor dem Häuschen, dieser möchte sich bei ihr entschuldigen, denn sie kann ihn nicht wie geplant besuchen kommen, er hat kurzfristig einen Auftrag zur Aufklärung von Kircheneinbrüchen bekommen. Jan ist nämlich von Berufswegen her ein Fachmann von Kirchenschätzen und soll den Leuten vor Ort helfen Licht ins Dunkel bringen. Seine Reise soll dieses Mal nach Wien gehen und Nele bittet ihn mitkommen zu dürfen, denn so könnten sie Zeit miteinander verbringen und er könnte gleichzeitig seiner Arbeit nachgehen, doch Jan gibt nicht nach und Nele ist enttäuscht von ihm. Voller Wut rennt sie in ihr Zimmer und packt ihre Sachen und versteckt sich im Wagen ihres Vaters, als dieser dann einsteigt und losfährt bekommt er nicht mit dass seine Tochter mitfährt, bis Lilie anruft und ihm mitteilt das Nele verschwunden ist und sie schon alles versucht hat, um sie zu finden.

Die Beiden beschließen Neles Handy anzurufen und natürlich bekommt Nele ihr Handy so schnell nicht auf stumm geschaltet, so dass Jan sie im hinteren Teil des Autos findet. Somit muss er sie wohl oder übel mit nach Wien nehmen. Dort angekommen lernt sie Flavio kennen, einen jungen Italiener in ihrem Alter der ihr gleich am nächsten Tag das alte Kloster zeigen möchte. Doch als am nächsten Tag der unheimlich wirkende Professor Holzer vor ihr steht, bekommt sie es ein wenig mit der Angst zu tun. Flavio erklärt das Professor Holzer sein Geschichtslehrer und auch der Experte bei der Untersuchung ist, doch selbst dabei kann Nele ein unheimliches Gefühl nicht loswerden. Ihr Vater verabredet sich mit dem Professor im alten Kloster und Nele und Flavio bekommen das Verbot dafür, das Kloster zu erforschen, ja gar zu betreten. Als am Abend Neles Vater nicht auftaucht und Nele und Flavio den Professor in der Stadt beobachten, wie er sich in eine Kirche schleicht, versuchen sie hinter das Geheimnis Holzers zu kommen und somit vielleicht auch ein wenig zur Geschichte des Klosters herausfinden.

Jutta Wilkes Buch hat mich total gefesselt, und viel zu schnell waren auch gleich die Seiten ausgelesen. Erst dachte ich dass es ein harmloses Jugendbuch ist, doch dann wurde ich von der Wendung total überrascht. Das Buch ist spannend und informativ bis zum Schluss, und ein der tolles Schreibstil der Autorin macht einfach Lust auf mehr. Die ganzen Eindrücke und Beschreibung kann man gar nicht in einer kleinen Rezension wie dieser wiedergeben, weil sie einen nur so überschwemmen und faszinieren.

Die Sprünge zwischen dem 18. Jahrhundert und der Gegenwart fand ich sehr fesselnd und wollte mit jedem Satz immer mehr von Nele und Flavio erfahren, Zeitweise hatte ich das Gefühl, wieder “Sakrileg” von Dan Brown zu lesen, denn die Forschungen den Beiden ähnelt dem der Protagonisten aus Dan Browns Bestseller zum Teil ein wenig, was mich sehr gefreut hat. Das Cover ist auch toll gestaltet und ich finde, wer das Buch liest und sich das Cover ansieht, findet die Gestaltung, sicher - genau wie ich - sehr passend. Da die Zeichnung auf dem Einband so wunderschön düster gehalten wurde wird es viele Leser bestimmt ansprechen und in seinen Bann ziehen. Ich kann allen dieses Buch einfach nur ans Herz legen, denn eine spannende Unterhaltung mit Nele und Flavio ist garantiert.

Keine Kommentare:

Kommentar posten