Freitag, 18. März 2011

House of Night: Gejagt von P.C. und Kirsten Cast

Dieser nunmehr 5. Band ist am 11. Februar 2011 im Fischer Verlag erschienen. Auf 546 Seiten wird der Leser in die mystische Welt von Zoey und ihren Freunden entführt. Das Cover ist im typischen Style dieser Buchreihe mit einem Mädchen und deren Tattoos verziert. Irgendwie finde ich es sehr passend zu diesem Teil. Was auch sehr schön rüberkommt, ist das Poster im Innenteil des Buchcovers.
Zoey ist wieder mit ihren Freunden vereint, und Stevie Rae und ihre roten Jungvampyre sind nicht länger Neferets Geheimnis. Aber eine ungeahnte Gefahr bedroht die neue Ruhe.

Zoey und ihre „Streberclique“ hat sich in Tunneln verschanzt, in denen Stevie Rae und die anderen roten Vampyrkids leben. Dank Aphrodites Goldcard ist aus den ehemals ekligen, versifften Tunneln ein Heim geworden, in dem jeder der roten Jungvampyre sein Zimmer hat. Auch für die Strom- und Wasserversorgung haben sie eine Lösung gefunden. Stevie Rae, die von Stark angeschossen wurde, wird von Darius, einm Sohn des Eberos, verarztet und kommt mit Aphrodites Hilfe als Blutspender wieder auf die Beine. Dabei passiert etwas, das Aphrodite so gar nicht in den Kram passt. Während der Nacht erscheint Kalona Zoey im Traum. Er nennt sie seine A-ya. Er ist fest überzeugt, dass Zoey das Mädchen ist, welches für ihn vor Jahrhunderten erschaffen wurde, um ihn in der Erde gefangen zu halten. Sie ist dafür bestimmt ihn zu lieben, doch Zoey weigert sich dies zu akzeptieren. Als sie aufwacht, geht sie in den Tunneln spazieren und trifft auf Erik, mit dem sie sich wieder ausgesöhnt hat, und um es Zoey-typisch perfekt zu machen, erscheint Heath auf der Bildfläche, um zu schauen wie es Zoey geht. Bei einem Gespräch unter vier Augen außerhalb der Tunnel, wird Zoey, beim Versuch Heath zu schützen, schwer verletzt. Darius versorgt auch sie so gut es geht, und Heath hilft ihr durch sein Blut am Leben zu bleiben. Trotzdem ist es notwendig, dass Zoey für die Genesung ins House of Night zurückkehrt, da sie in der Nähe von erwachsenen Vampiren sein muss, um nicht zu sterben. Bei Ihrer Ankunft müssen die Freunde allerdings feststellen, dass nichts mehr so ist wie es war. Kalon, Neferets neuer Liebhaber, sieht umwerfend aus und hat das gesamte House of Night in seinen Bann gezogen. Und niemand scheint es zu bemerken, welche Bedrohung von ihm ausgeht. Alle laufen wie ferngesteuert durch die Gegend, alle lernen fleißig und es gibt kein Gezanke, dafür aber jede Menge Rabenspötter.

Auch dieser Band ist spannend geschrieben. Einmal an den eigenwilligen Schreibstil gewöhnt, liest sich diese Buchreihe recht flüssig. Die Charaktere wirken in diesem Band trotz oder gerade wegen der Probleme reifer als in den vorherigen Teilen. Vor allem die „Zwillinge“ wirken vernünftiger. Im Mittelpunkt steht jedoch wie immer Zoey, die in meinen Augen mit ihren 17 Jahren völlig mit der Situation überfordert ist. Sie versucht Allem und Jedem Gerecht zu werden und schlittert dabei von einer Katastrophe in die nächste. Gerade ihr Liebesleben ist einfach nur zum Kopfschütteln. Kann die Frau sich nicht mal entscheiden?

Vier Männer an einem Tag küssen und sich zu jeden von ihnen hingezogen fühlen ist einfach zuviel, selbst für meine Fantasie. Irgendwie sinkt meine Sympathie für Zoey immer mehr in Richtung Keller, und auch Eric kommt in diesem Teil als Idiot rüber. Dafür wird mir Aphrodite mit ihrem Sarkasmus und ihren meist doch recht zutreffenden Sprüchen immer sympathischer. Vielleicht färbt aber auch meine Sympathie für Darius auch auf sie ab.

Was ich auch gut finde ist, dass die roten Jungvampyre in diesem Teil vorgestellt werden. Aus Stevie Raes Kids werden Personen mit Fähigkeiten. Kramisha, die bisher noch in keinem Teil erwähnt wurde, hat von Nyx die Gabe erhalten, Gedichte zu schreiben. Diese Gedichte enthalten Informationen wie man Kalona beikommen kann. Das Einzige, was mich an diesem Mädchen stört, sind ihre Grammatikfehler beim sprechen. Beim lesen stört mich persönlich das gewaltig. Trotzdem ist es jedoch in meinen Augen der beste Band dieser Reihe.

Mein Dank geht an die Rezensistin Peggy.

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