Dienstag, 22. Mai 2012

Elfenfeuer - Die Saga von Thale 1 von Monika Felten

Mein Leseexemplar vom Piper-Verlag ist bereits die zweite Auflage, welche im Jahr 2010 erschienen ist. Verbunden mit einem neuen Coverdesign legt die Autorin Monika Felten mit “Die Saga von Thale 1 - Elfenfeuer” ein tolles Debüt hin. Auf 475 fantastischen Seiten begleitet der Leser die Protagonistin Sunnivah auf ihre schicksalhaften Reise …

Thale, die Heimat der Nebelelfen, wird von einem Dämon aus einer Paralleldimension bedroht. An-Rukhbar vernichtet fast alle Nebelelfen sowie Priesterinnen ihres Glaubens, genau wie die Druiden, und nimmt deren Göttin gefangen. Doch der letzte Druide offenbart An-Rukhbar eine Prophezeiung, in der von seinem Untergang die Rede ist, und nur das eine Kind, welches in einer schicksalhaften Nacht geboren wird, ist sein Erzfeind.

Seit dieser Prophezeiung dürfen im ganzen Land keine Kinder geboren werden. Die schwangeren Frauen werden auf die Burg Nimrod gebracht und sehen, zum größten Teil, ihre Familien nie wieder. Doch An-Rukhbar findet die bestimmte Frau, die das Kind in sich tragen soll, nicht und der Tag der Geburt dieses “Erlösers” rückt immer näher. Aus den Dimensionen werden Hilfen beordert, um die Mutter aufzuspüren und zu töten. Auch Ilahja ist schwanger und lebt in Angst, vor allem den Leuten in ihrem Dorf kann sie sich nicht anvertrauen. Sie würden sie aus Angst vor dem Zorn An-Rukhbars sofort ausliefern.

Eines Nachts erscheint eine Botin der eingesperrten Göttin und offenbart ihr, dass ihre Tochter eines Tages An-Rukhbar die Stirn bieten wird, nur Ilahja muss um ihr Kind kämpfen und die Schwangerschaft verstecken.Tassea, die Heilerin im Dorf, hilft Ilahja mitten im Wald ihr Kind zur Welt zu bringen. Die Nebelelfe Naemy bringt das kleine Mädchen namens Sunnivah zu einer Priesterin, damit sie dort vor dem Dämon versteckt wird und in 16 Jahren ihre Prophezeiung erfüllen kann...

Mit der “Saga von Thale” gewann die Autorin Monika Felten schon zweimal den Phantastik Preis und so wurde auch ich neugierig auf den ersten Band der Saga. Thale ist eine komplexe Welt, für die die Autorin viele Wesen, Gesetze und Umgebungen erschaffen hat. Doch es gibt Stolpersteine, die den Leser sehr schnell grübeln lassen. Zum einen: Warum melden sich Menschen aus einem unterjochten Land freiwillig, um gegen ihre eigenen Landsmänner zu kämpfen? Und zum anderen: Warum dürfen gar keine “legalen” Babys geboren werden, mit dieser Methode, die der Dämon fährt, würde er seine Untergebenen nur selbst ausrotten. Die gut illustrierte Karte, die der Verlag gleich in den ersten Seiten des Buches platziert hat, ist mir gleich ins Auge gefallen.

Thale ist nicht groß, doch enthält es viele Abenteuer für die Bewohner bereit, welche natürlich nie alle erzählt werden können. Doch da es einen zweiten, dritten und sogar einen Extraband gibt, werden noch so einige Protagonisten und deren Nebenfiguren ihre Abenteuer ausleben können. Nicht nur die Reise der Protagonistin Sunnivah steht im Mittelpunkt, sondern auch viele Nebenfiguren, wie der Hauptmann Tarek und dessen Sohn Veith, schmücken die Geschichte aus. Sunnivah umgibt in Thale eine grauenhafte Welt, die sehr an das Mittelalter anlehnt, wo sich die hohen Lords des Landes alles nehmen konnten, was ihnen gefiel. Vor allem die Vergewaltigungen an Frauen, von schwangeren Frauen bis kleinen Kindern, kommt in diesem Buch oft zur Geltung und ich muss mich jedes Mal fragen, wie Autorinnen, die solche Bücher schreiben, gerade bei Vergewaltigungen zu so einer extremen Brutalität neigen können. Ich hoffe sehr, dass sie es nie selbst so erlebt haben.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist, dass die Autorin es versteht, die Worte so einzusetzen, als würde man einen Maler beim erschaffen seiner Welt zusehen. Alles in allem ist das Buch nicht schlecht, aber unter einem Buch, welches Preise abgeräumt hat, erwarte ich ein wenig mehr Spannung und dass die Story mehr Hand und Fuß aufweisen kann. Trotz alledem danke ich dem Piper - Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplars.

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